Der nachfolgende Abschnitt zeigt und erläutert typische Merkmale, die in amerikanischen Laubhölzern vorkommen. Einige Merkmale kommen nur bei bestimmten Hölzern vor, andere sind von allgemeiner Natur und können bei allen Hölzern auftreten. Die Merkmale sind bereits im gewachsenen Holz vorhanden oder entstehen durch die Holztrocknung. Die Sortierklassen basieren auf dem Anteil von astreinem, fehlerfreiem Holz innerhalb eines Brettes.
Kernholz ist der Innenbereich des lebenden Stammes und im Allgemeinen dunkler. Es reicht von der Splintgrenze bis zur Markröhre. Splintholz ist allgemein heller, liegt direkt unter der Rinde und reicht bis zum Kernholz.
Faserabweichung im Holz ohne Ast.
Naturbedingte bräunliche Verfärbungen, die auf Längsschnitten strichförmig und auf Querschnitten als rundliche Flecken erscheinen. Merkmal in American cherry.
Streifenförmige, olivfarbene bis schwarz-braune Verfärbungen, parallel zum Faserverlauf.
Verfärbungen/Markflecken, die durch Insekten verursacht sind. Üblicherweise in ash.
Verfärbungen, die durch Stapellatten beim Trocknen des Holzes entstehen und meist durch Hobeln entfernt werden können.
Note:Anmerkung: Obwohl die NHLA-Regeln die charakteristischen Merkmale nicht als Fehler der Standard-Klassen anerkennen, sind Ausnahmen bei bestimmten Holzarten üblich. Bei Holzarten wie American hard maple und American ash wird viel Splintholz und sehr wenig Kernholz gewünscht. Bei anderen Holzarten - American black cherry, American oak und American black walnut - ist es genau umgekehrt. Es ist empfehlenswert, sich als Käufer nicht nur mit den amerikanischen Holzarten vertraut zu machen, sondern auch mit deren Wuchsregionen in den USA. Klima, Boden und Standortgegebenheiten, wie Berge und Täler, spielen eine wichtige Rolle beim Wachstum eines Baumes. Wie bereits erwähnt, sind die Sortierregeln der NHLA nur ein Baustein für einen späteren Kaufvertrag. Zusätzliche Informationen über Eigenschaften bestimmter Holzarten enthalten die AHEC Publikationen.
Rindeneinschlüsse
Kleine Unregelmäßigkeiten im Faserverlauf - auch mit Rindeneinschluss -, hervorgerufen durch die Schnäbel von Vögeln bei der Suche nach Insekten. Für American hickory und American elm gibt es Ausnahmeregeln.
Längstrennung der Holzfasern, die nicht durch den ganzen Querschnitt geht. Die Risse entstehen durch Spannungen bei der Holztrocknung.
Abbau der Holzsubstanz durch Pilze oder Insekten. Verfärbungen des Splintholzes können zu Fäule führen.
Runde Fläche, die ursprünglich den Querschnitt eines Astes oder Zweiges bildete. Das Zentrum des Astes ist die Markröhre. Fällt das faule Zentrum des Astes heraus, ergibt sich ein Astloch.
Der Ast ist über die ganze Fläche fest verwachsen und zeigt keine Anzeichen von Fäule.
Längstrennung der Holzfasern, die beim Trocknen des Holzes entstehen kann (auch: Endriss).
Meist graue Verfärbung, die durch feuchte Stapellatten bei der Holztrocknung verursacht wird.
Auch Fehl- oder Waldkante: Der am besäumtem Schnittholz verbliebene Teil der Stammoberfläche.
Löcher im Holz, zwischen 1/16" und 1/4" groß (1,6 mm bis 6,4 mm Durchmesser).
Das kleine, weiche Zentrum des Stammes.
Löcher mit mehr als 1/4" (6,4 mm) Durchmesser