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Gesetzgebung zum illegalen Holzeinschlag

Als die beauftragte Handelsorganisation einer der weltweit größten Laubholz exportierenden Industrien, hat AHEC in der gegenwärtigen internationalen
Grundsatzdebatte ein beträchtliches Interesse daran, dass illegales Holz vom Handel ausgeschlossen wird.

Untersuchungen für die American Forest and Paper Association (AF&PA) im Jahr 2004 deuten an, dass etwa 23 Prozent des Laubschnittholzes, das international gehandelt wird, aus zweifelhaften Herkünften stammen könnte [1]. Das kann zum größten Teil den Verhältnissen in Indonesien zugerechnet werden, wo ein großer Teil der Produktion, und somit des Exports, wahrscheinlich illegal erzeugt wurde. Das besagt unausgesprochen, dass Laubholz exportierende Länder wie die USA, die einen klaren und objektiven Nachweis dafür erbracht haben, dass die weit überwiegende Mehrheit des Holzes aus legalen Quellen stammt, einem unfairen Wettbewerbsnachteil ausgesetzt sind.

Die AF&PA Untersuchung schätzt, dass illegales Material die Weltmarktpreise zwischen 7 und 16 Prozent und Preise in den USA zwischen 2 und 4 Prozent nach unten drückt. In einigen wichtigen Märkten beeinträchtigt illegales Material sehr deutlich die Fähigkeit der amerikanischen Produzenten zu exportieren. Falls illegales Holz tatsächlich von den internationalen Märkten genommen würde, könnten die amerikanischen Exporte von Schnittholz und Holzwerkstoffplatten um akkumulierte US$ 2,8 Milliarden bis 2012 oder um durchschnittlich US$ 275 Mio. jährlich ansteigen.

Daher hat AHEC ein erhebliches Interesse daran, grundsätzliche Maßnahmen zu fördern, die effektiv und wirkungsvoll illegales Holz vom Handel ausschließen. AHEC unterstützt den bedeutenden multilateralen Prozess, der als der Forest Law Enforcement and Governance (FLEG) Prozess bezeichnet wird, der ursprünglich aus dem G8 „Aktionsprogramm Wald“ stammt und seit 2001 besteht.

Über seine Mitgliedschaft im amerikanischen Laubholz-Verband (U.S. Hardwood Federation), hat AHEC die Verabschiedung der Gesetzgebung für die Ergänzung zu dem Lacey Gesetz im Mai 2008 unterstützt. Nach dem Gesetz ist es eine strafbare Handlung innerhalb der USA irgendeine Pflanze zu besitzen (ausgenommen Nutzpflanzen, aber einschließlich Rohholz und daraus hergestellte Produkte) die in Verletzung irgendeines relevanten ausländischen Gesetzes oder Bundesgesetzes „gestohlen, besessen, transportiert oder verkauft“ wurde [2].

Es wird erwartet, dass durch die Ergänzung zu dem Lacey Gesetz, dass Risikobewusstsein bei der Holzbeschaffung durch den Holzhandel und die Industrie in den USA erhöht werden wird. Ein wesentlicher Pluspunkt bei dem Gesetz ist, dass es keine Vorschriften und Anweisungen enthält, durch welche die Legalität bewiesen werden soll, oder unnötige neue Kontrollen für Lieferanten in Gegenden eingeführt werden, wo bereits nachweislich wirksame Rechtsstrukturen vorherrschen. Stattdessen wird angenommen, dass sich der Druck auf amerikanische Handelsunternehmen erhöhen wird, erforderliche Sorgfalt zu zeigen und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um die Handelsketten zu überwachen. Die Firmen haben jetzt eine starke Motivation, ihre Lieferanten darauf hin zu  beurteilen, ob ein erhebliches Risiko für illegale Aktivitäten bestehen könnte. Dann sollten sie geeignete Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bewertung des Risikos ergreifen und zum Beispiel unabhängige Holzzertifikate von Ländern verlangen, in denen ein sehr hohes Risiko für illegale Handlungen gegeben ist und andererseits sollten sie geringere Ansprüche bei Lieferanten mit niedrigem Legalitätsrisiko stellen.

AHEC hat sich auch direkt an Diskussionen beteiligt, um Vorschläge für ähnliche Gesetze in der Europäischen Union einzubringen. Im Oktober 2008 wurde in einer Mitteilung der Europäischen Kommission ein detaillierter Vorschlag für eine solche Gesetzgebung veröffentlicht [3]. Dieser Gesetzesvorschlag sieht nicht vor, dass europäische Aufsichtsbehörden einzelne Partien oder Ladungen erfassen oder kontrollieren, um deren Legalität zu garantieren. Stattdessen möchte man gewährleisten, dass der europäische Holzhandel und die Holz verarbeitenden Betriebe effektive Verwaltungssysteme haben, um das Risiko des Handels mit illegalem Holz zu reduzieren. Die vorgeschlagene Gesetzgebung setzt sich für eine Risikobewertung, als Teil eines sorgfältigen Prüfungsverfahrens (due diligence process) ein und, dass es nicht erforderlich ist, eine Nachweisbarkeit und Zertifizierung für importierte Holzlieferungen aus den Ländern zu verlangen, die als risikoarm im Hinblick auf illegale Holzlieferungen gelten.

Die Auftragsvergabe von AHEC für die Seneca Creek Studie zur Risikobewertung ist eine geeignete Antwort auf diese Gesetzesinitiativen. Die Studie zeigt auf, dass das Risiko, dass amerikanisches Laubholz, das aus illegalen Herkünften stammt und in der Holzhandelskette enthalten ist, bei weniger als einem Prozent liegt. Sogar die strengsten Ortungs- und Chain of Custody Systeme hätten schwer damit zu kämpfen, einen Nachweis für die legale Beschaffung, auf diesem Vertrauensniveau zu erbringen. Das Ergebnis der Seneca Creek Studie bedeutet, das Firmen überall in der Holzhandelskette weiterhin mit amerikanischen Laubhölzern handeln und darauf vertrauen können, dass diese Hölzer vollauf mit den neuen Gesetzen der USA und Europas übereinstimmen.

AHEC glaubt auch, dass Handelsverbände in anderen Ländern ebenfalls Risikobewertungen in Auftrag geben und die von AHEC in Auftrag gegebene Studie als eine Vorlage ansehen. Dies würde die Kunden dabei unterstützen, effektive Prüfverfahren (due diligence Maßnahmen) einzuführen, um damit einen Beitrag für eine verbesserte Transparenz im internationalen Handel mit Holzprodukten zu erreichen und, um mehr zielgerichtete und effizientere internationale politische Maßnahmen zu ergreifen, um gegen den illegalen Holzeinschlag in den problematischen Gebieten anzugehen.

1 “Illegal” Logging and Global Wood Markets: The Competitive Impacts on the U.S. Wood Products Industry. Prepared for: American Forest & Paper Association By Seneca Creek Associates, LLC, November 2004 Hier ansehen

2 For a U.S. government public summary of the implications of the Lacey Act Amendment, Hier ansehen

3 A full copy of the EC proposal is available Hier ansehen