Red Oak FAQ

 

  1. Was ist red oak?

  2. Wie unterscheidet sich red oak von anderen Eichen?

  3. Wie nachhaltig ist red oak?

  4. Für welche Anwendungen eignet sich red oak besonders gut?

  5. Kann red oak im Außenbereich eingesetzt werden?

  6. Kann red oak mit chemischen Holzschutzmitteln geschützt werden?

  7. Welche Laubholz-Festigkeitsklassen gelten für American red oak, europäische Eiche, American white oak und tropische Laubhölzer?

  8. Welche charakteristischen Festigkeits-, Steifigkeits- und Rohdichtekenngrößen gelten für red oak (der Festigkeitsklasse D40 zugeordnet) und für europäische Eiche (der Festigkeitsklasse D30 zugeordnet)?

 

 

 

1.   Was ist red oak?

Red oak gehört zu den echten Eichen (Quercus), wie europäische Eiche und American white oak. In vielerlei Hinsicht ist red oak ähnlich, aber es gibt einige Unterschiede in Bezug auf die Festigkeitswerte und Materialeigenschaften.

2.   Wie unterscheidet sich red oak von anderen Eichen?

Red oak ähnelt vom Aussehen white oak und europäischer Eiche, aber das Kernholz weist meist eine leichte Rosafärbung auf. Die enorme geographische Verbreitung, auf der red oak wächst, bringt es mit sich, dass die Unterschiede in Struktur und Qualität deutlicher ausfallen, als das bei white oak der Fall ist. Das Holz ist generell gröber in der Textur als das Holz der beiden anderen wichtigen Eichenarten. Die Holzstrahlen sind schmäler, was eine weniger stark ausgeprägte Spiegeltextur zur Folge hat, wie sie für Eichen sonst charakteristisch ist. Diese Merkmale von red oak ermöglichen eine größere Sortierungsvielfalt nach Farbe und Maserung, womit Designern mehr Gestaltungsoptionen geboten werden.

Die Bearbeitungseigenschaften von red oak (Maschinelle Bearbeitung, Nageln, Schrauben und Oberflächenbehandlung) ähneln denen von white oak. Red oak lässt sich jedoch besser verkleben.

Für die Konstruktion von Holzbauten ist red oak der europäischen Eiche in Bezug auf Festigkeit und Steifigkeit und white oak bei der Biegefestigkeit überlegen.
Tabelle für die Bemessung nach Eurocode 5 und DIN 1052:1988

Holzschutzmittel können auf Grund der offenporigen Struktur von red oak leichter in das Holz eindringen als das bei white oak oder europäischer Eiche möglich ist.

3.   Wie nachhaltig ist red oak?

In den letzten 50 Jahren hat sich die Fläche der amerikanischen Laubwälder ständig ausgeweitet. Nach den im Jahr 2000 veröffentlichten Zahlen der „RPA“* Assessment-Bestandsaufnahme, hat die Fläche der amerikanischen gemischten Wälder aus Laub- und Nadelholz in der Zeit von 1953 bis 1997 um 18% zugenommen.

*RPA – Renewable Ressources Planning Act – Gesetz für die erneuerbaren Ressourcen

Von 1953 bis 2002 hat sich der Bestand an stehendem Laubholz in den Wäldern der USA verdoppelt, weil die eingeschlagene Menge Rundholz weit unter der Zuwachsmenge blieb (siehe nachstehende Tabelle). Entsprechend hat sich auch der Bestand an red oak erhöht, der jetzt etwa 35 % der Holzmenge in den Laubwäldern des Ostens der USA ausmacht. Somit ist dieses Holz eines der nachhaltigsten Laubhölzer der Welt.

Tabelle: - Veränderungen im Laubholzbestand der USA 1953 – 2002 in Mio. m3

Mio. m3 1953 2002
Bestand 5.213 10.316
Zuwachs 176 283
Holzeinschlag 116 167
Differenz (Überschuss) 25 40
Quelle: 2000 RPA Assessment, US Forest Service

Red oak ist eine Holzart, die ausschließlich in Nordamerika natürlich verbreitet ist. Sie kann aus keinen anderen Quellen käuflich erworben werden.

4.   Für welche Anwendungen eignet sich red oak besonders gut?

Red oak eignet sich für tragende und nichttragende Konstruktionen, Möbel, Fußböden, Inneneinrichtungen, Innenbekleidungen und Leisten, Türen, Küchenfronten, Vertäfelungen, Truhen und Särge.

5.   Kann red oak im Außenbereich eingesetzt werden?

Red oak wird gemäß EN 350-2 bei der natürlichen Dauerhaftigkeit des Kernholzes als wenig dauerhaft (Klasse 4) eingestuft. Das Splintholz gilt, wie das Splintholz aller Hölzer, als nicht dauerhaft (Klasse 5). Nach dieser Klassifizierung hat red oak zwar keine ausreichende natürliche Dauerhaftigkeit für Anwendungen im Außenbereich, aber in der Praxis kann das Holz trotzdem dafür eingesetzt werden, vorausgesetzt es wird ein baulicher Holzschutz angewendet und ein zusätzlicher chemischer Holzschutz vor der Verbauung eingesetzt.

Red Oak EN 350-2
Kernholz Class 4 - wenig dauerhauft
Splintholz Class 5 - nicht dauerhaft

6.   Kann red oak mit chemischen Holzschutzmitteln geschützt werden?

Red oak kann mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt werden und die Einbringung ist leichter möglich als bei white oak.

Red Oak EN 350-2
Kernholz Tränkbarkeitsklasse 2 – 3
(mäßig tränkbar/schwer tränkbar)
Splintholz Tränkbarkeitsklasse 1
(gut tränkbar)

Red oak saugt mehr Tränkflüssigkeit auf als andere Eichenarten.

[Die Tränkbarkeit kann nicht genau bestimmt werden. Daher können die Tränkbarkeitsklassen auch nicht exakt voneinander abgegrenzt werden. Dies betrifft vor allem die Tränkbarkeitsklassen 2 und 3 (red oak Kernholz). Die Holzarten, die in diese Klassen fallen, zeigen oft eine sehr unregelmäßige Eindringung.]

7.   Welche Laubholz-Festigkeitsklassen gelten für American red oak, europäische Eiche, American white oak und tropische Laubhölzer?

Bemerkenswerte Punkte:

  Festigkeitsklassen für Laubholz
Unterster Wert---------------------------------------------------------------Höchster Wert
  D30 D35 D40 D50 D60 D70
Biegefestigkeit N/mm2 30

gemäßigte Zone

-
Europäische Eiche 1
-
-
35 40

 gemäßigte Zone

Jarrah
 American
red oak

 
Tropenholz
-
Iroko
Teak
-
-
50

 gemäßigte Zone
-
Karri
American
white oak

Tropenholz
-
Keruing
Opepe
Merbau
60
 






Tropenholz
-
Ekki
Kapur
Kempas
70







 Tropenholz
-
Balau
Greenheart

Anmerkung: 

  1. Es ist davon auszugehen, dass deutsche Eiche, nach dem Entwurf der Änderung der EN 1912, der Festigkeitsklasse D30 zugeordnet wird.

8.  Welche charakteristischen Festigkeits-, Steifigkeits- und Rohdichtekenngrößen gelten für red oak (der Festigkeitsklasse D40 zugeordnet) und für europäische Eiche (der Festigkeitsklasse D30 zugeordnet)?

Bemerkenswerte Punkte: