red oak - Gesetzliche Rahmenbedingungen

Die USA betreiben und gewähren mit wirksamen und vollständig umgesetzten gesetzlichen Rahmenbedingungen eine nachhaltige Forstwirtschaft in ihren riesigen Laubwaldressourcen. Die amerikanischen Maßnahmen bei der Umsetzung der forstlichen Bestimmungen ist auf die Eigenarten der nationalen forstlichen Lebensräume abgestimmt. In ihnen wirtschaftet eine gut entwickelte Privatindustrie - unter ständiger Beobachtung von Millionen von Bürgern, die selbst Erfahrung mit der privaten Waldbewirtschaftung haben und eine intakte Bürgergesellschaft sind. Die waldbauliche Pflege der red oak Bäume, der am häufigsten vorkommenden Baumart innerhalb der amerikanischen Laubwälder, ist unmittelbar von den umfangreichen Gesetzen und Schutzbestimmungen, die national von der amerikanischen Bundesregierung und auf lokaler Ebene von den Regierungen der Bundesstaaten umgesetzt werden, betroffen.

Etwa 73 % der Laubwaldfläche im Osten der USA ist im Privat- oder Familienbesitz, und das häufig schon seit vielen Generationen. Diese ständige Vererbung des Waldbesitzes ist Teil der Bestandserhaltung. Es gibt etwa vier Millionen Waldbesitzer mit einem durchschnittlichen Waldbesitz von weniger als 21 Hektar. Die Laubholzsägewerke besitzen nur 11 % der Laubwaldressourcen im Osten der USA, wovon 16 % auf Staatsbesitz entfallen.

Die Bewirtschaftung der im Staatsbesitz befindlichen Waldflächen wird unmittelbar durch staatliche Forstbehörden kontrolliert, die sich gegenüber der Öffentlichkeit verantworten müssen. Sie unterliegt den umfangreichen gesetzlichen Bestimmungen für eine nachhaltige Forstwirtschaft. Alle Waldbesitzer in den Vereinigten Staaten unterstehen der Gesetzgebung der amerikanischen Bundesregierung, die den Lebensraum aller Pflanzen und Tiere, vor allem aber der bedrohten Arten, schützt.

Gesetze, die sich auf andere Aspekte der Forstwirtschaft im Privatwald auswirken, unterstehen der Gesetzgebung der jeweiligen Bundesstaaten. Im Bewertungsbericht des Jahres 2000 berichtet RPA Assessment*, dass diese Vorschriften sich in allen Bundesstaaten weiter durchgesetzt haben. Inzwischen haben 44 amerikanische Bundesstaaten die Bundesgesetze zur optimalen Bewirtschaftung der Landflächen (best management practice) umgesetzt. Diese Gesetze sollen die bessere Bewirtschaftung des Landbesitzes vor allem dann fördern, wenn damit eine Holzerzeugung verbunden ist und insbesondere die Wasserqualität bewahrt werden soll.
*RPA = Renewable Resources Planning Act = Gesetz für die erneuerbaren Ressourcen

Die Bundesregierung der Vereinigten Staaten und lokale Behörden bieten den privaten Landeignern Anreize und technische Hilfen an, um eine bessere Waldbewirtschaftung ihrer Privatwälder zu fördern. Elf Bundesstaaten haben besondere Forstgesetze verabschiedet, um eine optimale Bewirtschaftung der Wälder, die vorgeschriebenen Erfordernisse für Bewirtschaftungspläne, Wiederaufforstungen, oder andere Aktionen auf Seiten der Waldbesitzer einzuführen.

Weitere Einzelheiten zu der amerikanischen Forstwirtschaft können in einem Artikel von Rupert Oliver, U.S. Forestry - A model for the world, nachgelesen werden. Die Vorschriften für die private Forstwirtschaft der Bundesstaaten werden in der Dokumentation: Regulation of private forestry practices by State governments , von Ellefson, Cheng und Moulton, beschrieben.

Quelle: www.sustainablehardwoods.info