Red Oak Spezifikation

Amerikanische Laubschnitthölzer werden nach dem amerikanischen Maßsystem eingeschnitten und in den USA per „board foot“ verkauft (1 board foot = 1 Zoll x 12 Zoll x 12 Zoll). Einige Laubholzsägewerke können auch metrische Maße liefern, aber normalerweise rechnet der Importeur die Maße nur um, falls dies von den Kunden gewünscht wird. Red oak wird überall in den Herkunftsgebieten gesägt und ist von allen amerikanischen Laubhölzern am reichlichsten verfügbar. Das Schnittholz wird in allen Standard-Stärken, hauptsächlich 4/4’’=25,4 mm, 5/4’’=31,8 mm, 6/4’’=38,1 mm und 8/4’’=50,8 mm erzeugt. Jedoch werden auch 10/4’’=63,5 mm, 12/4’’=76,2 mm und sogar 16/4’’=101,6 mm in geringeren Mengen von speziellen Sägewerken produziert. Red oak ist in allen Standard NHLA Sortierungsklassen (FAS, FAS/1F, No 1C und No. 2C) erhältlich. Einige Anbieter bieten eigene Sortierungen an, die spezielle Spezifikations- und Farbwünsche berücksichtigen, die aber auch auf den generellen NHLA Bestimmungen beruhen (Einzelheiten können in der AHEC Broschüre „Handbuch für die Sortierung von amerikanischem Laubschnittholz“ nachgelesen werden.). Red oak stellt auch das Hauptsortiment der amerikanischen Furnierproduktion aus Laubhölzern. Viele Qualitäts-, Farb- und Textursortierungen für spezielle Kundenwünsche sind am Markt erhältlich. Messerfurniere für den Export sind in der Regel 0,6 mm dick. Der Verkauf erfolgt normalerweise Flitch- bzw. Blockweise, d. h. die Furniere haben je „Flitch“ eine einheitliche Farbe und Textur (Maserung).

Red oak wächst in beträchtlichen Mengen in den Laubwaldgebieten und in dieser Umgebung kann sie meist schlank und gerade wachsen. Auch das große Produktionsvolumen ermöglicht es, dass auch Wünsche nach längeren oder breiteren Brettern und Bohlen, mit gerader und einheitlicher Textur, erfüllt werden können. Dies macht red oak zu einem idealen Holz für Türen, Leisten, Möbel, Inneneinrichtungen und Einbauten, wie beispielsweise Treppenstufen. Auf Grund der offenen Zellstruktur saugt red oak Feuchtigkeit auf und eignet sich daher nicht für die Herstellung von Weinfässern oder die Verwendung im Außenbereich ohne Behandlung mit einem geeigneten Holzschutzmittel.

In Anerkennung der Tatsache, dass die Anforderungen je nach Verwendungszweck und Vision des Designers erheblich variieren können, ist es allgemein anerkannt, dass Türen, Leisten und Innenausbauten normalerweise Material mit größeren Abmessungen und in fehlerfreier Qualität und gerader Maserung erfordern. Die Sortierklassen FAS/FAS1F und Selects enthalten längere fehlerfreie Abschnitte, während die niedrigeren Klassen, einschließlich No.1 Common und No. 2 Common, für Möbel und Küchenfronten verwendet werden können, wo üblicherweise überwiegend kürzere und schmälere Teile benötigt werden. Massivholz-Fußböden, wie „strip flooring“ (Parkettriemen in fallenden Längen) und Parkett, sind andere Verwendungen für niedrigere Sortierklassen. Sie sind ein weiteres Beispiel dafür, wie mit geringeren Kosten und ohne Kompromisse bei der Ausbeute, gearbeitet werden kann.

Das optische Erscheinungsbild von red oak aus den nördlichen und südlichen Bundesstaaten der USA variiert sehr. Es gibt auch viele Variationen (Unterarten), und das Verbreitungsgebiet einer einzelnen red oak Art kann sich über 2.500 km erstrecken. Die klimatischen Bedingungen der kälteren Nordstaaten, mit ihrer kürzeren Vegetationsperiode, bringen Holz mit dichterer Textur und einem geringeren Splintholzanteil hervor, als die gleichen Arten, die in feuchter Umgebung, mit langen heißen Sommern in den Südstaaten wachsen. Diese Bedingungen und örtliche Bodenverhältnisse können sich auf die Farbe der red oak auswirken. Auch die Höhenlage spielt eine äußerst wichtige Rolle. Als Beispiel hierfür gilt die Bergregion der Appalachen, die vom Staate New York bis hin nach Tennessee reicht, und die sich auch auf die Wachstumsrate und somit auf das Erscheinungsbild der Textur (Maserung) auswirken kann.

Egal, ob red oak für ein besonderes Projekt oder Produkt oder als Lagersortiment vorgesehen ist: Wichtig ist, dass man sich so eng wie möglich mit seinem Lieferanten abstimmt, um sich zu vergewissern, dass der Bedarf deutlich spezifiziert wird und die gewünschten Anforderungen erfüllt werden können. Im Hinblick auf die reichliche Verfügbarkeit dieser Holzart sollte es keine Probleme bereiten, die gesuchte Spezifikation zu finden.