Red Oak Schnittholzsortierung
Grundlagen der Sortierung
Wirtschaftliche Bedeutung der Erlangung fehlerfreier Holzstücke für verschiedene Anwendungen
RED OAK – eine typische Schnittholzspezifikation
Einführung
American red oak Schnittholz wird in den USA für den Export nach den Regeln der National Hardwood Lumber Association (NHLA) sortiert. Die NHLA Sortierregeln streben an, dass einerseits die größtmögliche Ausbeute und der beste Wert für das gesägte Schnittholz erzielt wird. Andererseits soll der nicht verwertbare Anteil des Holzes so gering wie möglich ausfallen, damit die Umwelt nicht zu sehr belastet wird. Außerdem stellen diese Regeln, gleichermaßen für Käufer und Verkäufer, eine gemeinsame Vereinbarung für die Abwicklung der Geschäfte mit Laubschnittholz der gemäßigten Zonen dar. Weltweit vertrauen die Käufer auf die NHLA Sortierregeln, um bestimmte Sortierqualitäten bzw. -klassen zu spezifizieren.
Grundlagen der Sortierung
Amerikanisches Laubschnittholz wird üblicherweise nach der Abmessung und der Anzahl sauberer Holzabschnitte (clear cuttings) qualitätsmäßig beurteilt, die sich nach dem Zuschneiden eines Brettes bei der Bearbeitung ergeben. Die Sortierklasse ergibt sich, vereinfacht ausgedrückt, aus dem Prozentsatz von fehlerfreiem, gesunden Holz, welches in jedem einzelnen Brett vorhanden ist, aber keineswegs aus dem allgemeinen Erscheinungsbild dieses Brettes. Zum Beispiel, die beste Sortierklasse ist FAS (First and Seconds). Sie setzt eine Brettbreite von mindestens 6’’ und eine Brettlänge von mindestens 8’ und eine Mindestausbeute an fehlerfreiem Holz von 83 1/3% voraus. Die maximale Anzahl an fehlerfreien Holzabschnitten, mit denen eine Ausbeute von 83 1/3% erreicht werden muss, beträgt vier Stück. Jedes dieser vier fehlerfreien Holzstücke muss eine Mindestabmessung von 3" Breite x 7’ Länge oder 4" Breite x 5’ Länge haben.
Links zu weiteren Informationen:
- Liste der NHLA Sortierklassen für Laubschnittholz
- Mindestabmessungen der Bretter in den einzelnen Sortierklassen.
- Ausbeute-Prozentsätze an fehlerfreiem Holz in den einzelnen Sortierklassen
- Mindestabmessungen der fehlerfreien Holzabschnitte in jeder Sortierklasse
- Maximale Anzahl der fehlerfreien Holzabschnitte für jede Sortierklasse
- Tabellarische Zusammenstellung der Anforderungen an die Sortierklassen
Wirtschaftliche Bedeutung der Erlangung fehlerfreier Holzstücke für verschiedene Anwendungen
In Anerkennung der Tatsache, dass die Anforderungen für besondere Verwendungszwecke je nach Vision des Designers variieren können, ist es allgemein üblich, dass wegen der benötigten langen Längen für Türen und Leisten normalerweise Material der besseren Sortierklassen, wie FAS oder F1F (FAS One Face), die längere fehlerfreie Bretter bedingen, zum Einsatz kommt. Dagegen könnten sich die geringeren Sortierklassen, wie No. 1 und No. 2 Common, besser für die Herstellung von Möbeln eignen, weil dafür schmalere, kürzere und fehlerfreie Holzteile benötigt werden. Ähnliche Anwendungen, wie massives „strip flooring“ (Parkettriemen in fallenden Längen) oder Parkett könnten ebenfalls wirtschaftlicher aus Material der geringeren Sortierklassen hergestellt werden. Selbst die Möglichkeit, kleine Holzteile miteinander zu verkleben, um so große Teile mit besserer Stabilität zu erhalten, kann leicht realisiert werden, um damit die Nutzung der geringeren Sortierklassen zu verbessern.
RED OAK – eine typische Schnittholzspezifikation
| Sortierung | Typische Schnittholzspezifikation |
|---|---|
| FAS | 6" und breiter mit maximal 10 bis 15% 4" und 5" 7’ und länger, in einer fairen Verteilung, max. 16’ |
| Selects | 4’’ und breiter 6’ und länger |
| No. 1 Common | 3’’ und breiter (üblicherweise 4’’ und breiter) 4’ und länger |
| No. 2A and 2B Common | 3’’ und breiter 4’ und länger |
Obwohl die Basis für alle Sortierungen die NHLA Sortierregeln sind, produzieren die Sägewerke in der Praxis in zunehmendem Maße spezielle Kundenspezifikationen.
Red oak ist zum Beispiel reichlich als in der Breite nachbesäumte und auf Breite sortierte Schmalware („ripped and pulled to strips“) als auch in Breitware verfügbar.
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